Pressestimmen
Ebersberger Zeitung, am 18.02.2008
Kippt das neue Nichtraucherschutzgesetz? Das Verwaltungsreferat München wird zitiert, man glaube nicht, dass sich das Gesetz
in Bayern hält. Schade, findet der neue Verein „BayRauch" - alles Raucher.
VON MICHAEL SEEHOLZER
Landkreis - Der Zulauf zum im Landkreis Ebersberg erst am 25. Januar gegründeten Verein BayRauch ist enorm. „Wir bewegen uns
inzwischen auf die 1000 Mitglieder
zu", sagt Initiator Jürgen Lechner aus Grafing. „Wir sind eine Plattform für Raucher, die sich vom Staat schlecht behandelt
fühlen", meint er und verweist darauf, dass auch für ihn als Raucher der Schutz der Nichtraucher ein hohes Gut sei - aber „eben
ohne die Bevormundung und Gängelei durch den Gesetzgeber".
Mit dem Nichtraucherschutzgesetz kann sich Lechner trotzdem anfreunden, weil: „Es ist recht einfach, weiter in Gaststätten
rauchen zu können", sagt er und verweist auf die Vollzugshinweise, die zwischen öffentlich zugänglichen und nicht öffentlich
zugänglichen Gasträumen unterscheiden. Das Modell BayRauch funktioniert dabei so: Der Gastwirt stellt den Vereinsmitgliedern
einen Raum seiner Gaststätte für eine Vereinsveranstaltung zur Verfügung - entweder auf Zuruf, an festen Tagen in der Woche,
zum Teil auch nur das Nebenzimmer. Ganz radikale Lösung gibt es auch: Das Lokal Crepes in Ebersberg und das Bistro Coopers in
Kirchseeon sind 365 Tage im Jahr reserviert für Geschlossene Gesellschaften des Vereins Bayrauch. Die Gaststätte Crepes inseriert
sogar damit: „Während der geschlossenen Gesellschaft darf geraucht werden". Dort dürfen nur noch Gäste eintreten, die Mitglied
werden wollen oder einen Ausweis vorzeigen können.
Ob die Wirte mit den Umsätzen der BayRauch-Mitglieder zufrieden sind, könne laut Lechner noch nicht beantwortet werden.
Dafür ist das Modell noch zu neu." Allerdings müssen sich die Gastwirte von diesem neuen Geschäftsmodell etwas versprechen,
denn inzwischen- sind außer dem Bistro Coopers und dem Lokal Crepes auch der Oberwirt, das Restaurant
Vaith's, das Bistro Canapee, das Rasthaus an der B 12, das Gasthaus Unterbräu und der Alte Markt in Kirchseeon Mitglied.
Dort können die BayRaucher ungestört ihrem Laster frönen. Alle hält das Gefühl zusammen, dass „der Bayerische Staat gegen die
Raucher die große Keule ausgepackt hat". Laut Lechner liegt der örtliche „Schwerpunkt der Mitgliedschaften im Raum Kochel und im
Kreis Ebersberg, weil wir hier gegründet wurden". Geplant ist, BayRauch auf den ganzen Freistaat auszudehnen.
Anmeldung und Infos
unter www.bayrauch.de